Die Innovations-Kraft eines jeden Landes wird jährlich von der Europäischen Kommission ermittelt. Bei den EU-Mitgliedstaaten führt Schweden vor Deutschland. Insgesamt wird die Kluft in Europa immer größer.

Von allen Ländern in Europa ist im Übrigen die Schweiz das Bestplatzierte (nicht in der EU).  Die Faktoren für ein Top-Ranking sind die Qualität der Hochschulsysteme, die Synergiekraft zwischen Wissenschaft, Industrie und Mittelstand, sowie die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE).

EU Kommissar Antonio Tajani

EU Kommissar Antonio Tajani


Antonio Tajani
, Vizepräsident der Europäischen Kommission und zuständig für Industrie und Unternehmertum, erklärte: „Die diesjährigen Ergebnisse zeigen, dass die Wirtschaftskrise die Innovationstätigkeit in einigen Teilen Europas negativ beeinflusst hat. Wir müssen in Innovation investieren, wenn wir unsere Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt bewahren und das Wachstum in Europa wiederherstellen wollen. Es gilt, das Unternehmertum zu fördern, denn die KMU haben sich als wichtiger Innovationsmotor erwiesen.“

 

 

Die Innovationsträger
  • Innovationsführer: Schweden, Deutschland, Dänemark und Finnland zeigen eine Leistung deutlich über dem EU-Durchschnitt.
  • Innovationsfolger: Die Niederlande, Luxemburg, Belgien, das Vereinigte Königreich, Österreich, Irland, Frankreich, Slowenien, Estland und Zypern haben allesamt eine Leistung über dem EU-Durchschnitt.
  • Mäßige Innovatoren: Italien, Spanien, Portugal, die Tschechische Republik, Griechenland, die Slowakei, Ungarn, Malta und Litauen befinden sich unter dem EU-Durchschnitt.
  • Bescheidene Innovatoren: Die Leistung von Polen, Lettland, Rumänien und Bulgarien liegt weit unter dem EU-Durchschnitt.

 

Die Innovationsleistung der EU-Mitgliedstaaten

Die Innovationsleistung der EU-Mitgliedstaaten

Erklärung zur Grafik: Die durchschnittliche Leistung wird anhand eines zusammengesetzten Indikators gemessen, in den Daten für 24 Indikatoren einfließen, für die eine Leistungsziffer zwischen 0 (niedrigstes Leistungsniveau) und 1 (höchstes Leistungsniveau) bestimmt wird. Die durchschnittliche Leistung spiegelt aufgrund einer Verzögerung bei der Datenverfügbarkeit die Leistung von 2010/2011 wider.

 

Die weltweite Situation

Die aktuellen Ergebnisse zeigen erneut einen Innovationsvorsprung Südkoreas, der USA und Japans vor der EU.

Südkoreas Vorsprung vor der EU nimmt zu – den Rückstand gegenüber den USA und Japan dagegen konnte die EU seit 2008 etwa zur Hälfte aufholen. Sie liegt jedoch noch immer weit hinter den weltweit führenden Ländern, vor allem in den Bereichen FuE‑Aufwendungen von Unternehmen, öffentlich-private Kopublikationen und Patente sowie in der Hochschulbildung. Die EU ist nach wie vor innovativer als Australien, Kanada, Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika.

Gegenüber China hat die EU ihren Vorsprung eingebüßt. Der Vorsprung vor den anderen BRICS-Staaten ist stabil geblieben, während er sich gegenüber Australien und Kanada vergrößert hat.

 

Kompletter Leistungsanzeiger der Innovationsunion: http://ec.europa.eu

(Quelle: EU-Kommission)

(Fotos: EU-Kommission – Gerd Altmann/pixelio.de)

 

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